Neues von der BI

Mein Müll? - Den pökel' ich ein!

Gorlebener Gebet

Archiv

Widerstandskalender zu Gorleben

Die Regierung will das Moratorium aufheben - der Salzstock soll weiter zum Endlager ausgebaut werden.
Wir geben keine Ruhe! ALLE ATOMANLAGEN STILLLEGEN JETZT!
Und die Atommüllkippen - Pläne für Gorleben endgültig vom Tisch!
Am4.6.10 ist der 30. jahrestag der Räumung des Hüttendorfes der Freien Republik Wendland. Ein Hüttendorf, das gebaut worden war, um sich den Probebohrungen in den Salzstock Gorleben in den Weg zu stellen. Es wurde gewaltsam von Polizei und BGS geräumt.
Wir fordern eine Korrektur der Geschichte: Wir umzingeln den Schwarzbau!

>>>>(mehr)

Liebe Kulturtouristen, liebe Kinder,

es folgt ein wahres Märchen:Es war einmal ein idyllisches Fleckchen fast am Ende der Welt, das hieß Wendland. Dieses Fleckchen war zwar schön, aber für den Rest der Welt so gut wie wertlos und außerdem nur dünn besiedelt. Da traf es sich ...

>>>> (mehr)

Das Gorlebener Gebet

An den beiden Sonntagen der "Kulturellen Landpartie", am 16. und 23. Mai, findet um 14 Uhr auch die Andacht des Gorlebener Gebets statt - wie an jedem Sonntag, im Sommer wie im Winter, seit nunmehr 20 Jahren! ...

>>>> (mehr)

Gorleben Logo

 

Widerstandskalender zu Gorleben

Die Regierung will das Moratorium aufheben - der Salzstock soll weiter zum Endlager ausgebaut werden.
Wir geben keine Ruhe! ALLE ATOMANLAGEN STILLLEGN JETZT!
Und die Atommüllkippen - Pläne für Gorleben endgültig vom Tisch!
Am 4.6.10 ist der 30. jahrestag der Räumung des Hüttendorfes der Freien Republik Wendland. Ein Hüttendorf, das gebaut worden war, um sich den Probebohrungen in den Salzstock Gorleben in den Weg zu stellen. Es wurde gewaltsam von Polizei und BGS geräumt.
Wir fordern eine Korrektur der Geschichte:
Wir umzingeln den Schwarzbau!

Es wird ein Wochenende voller Aktionen, Ausstellungen, Konzerte, gesprächsrunden, erinnerungen für die zukunft geben. Wir laden alle ein: alle, die damals dabei waren, alle die damals noch nicht dabei waren und alle, die damals noch gar nicht dabei sein konnten. Kommt und schreibt mit uns Geschichte.

Im Herbst ist ein weiterer Castortransport in die oberirdische Kartoffelscheune, das Zwischenlager Gorleben angekündigt. Wir wehren uns entschieden gegen eine Vorfestlegung auf den Standort Gorleben und das sinnlose Rumkutschieren von Atommüll.
Die einzig logische Konsequenz aus der Erkenntnis, dass es kein sicheres Endlager gibt, ist aufzuhören, Atommüll zu produzieren, die Zukunft ist erneuerbar.

Wir erwarten die größten aller bisherigen Castorproteste. Denn die Mehrheit der Bevölkerung will den Atomausstieg, dafür wollen wir im Herbst eine politische Plattform sein. Steht uns zur Seite im kühlen November, wenn es darum geht, die Zukunft einzuläuten: Castortransporte sind gesellschaftlich nicht mehr durchsetzbar! Denn die Castortransporte sind ein Symbol für verfehlte Energiepolitik, für unlösbare Entsorgung, für das Mauern gegen Erneuerbare Energien, Energiesparen und Energieeffizienz. Und denkt an das Wechseln eures Stromanbieters. Wo kein Absatz, da auch kein Markt.
Eure unermüdlichen Ehrenamtlichen von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Top



Mein Müll? - Den pökel' ich ein!

Liebe Kulturtouristen, liebe Kinder, es folgt ein wahres Märchen: Es war einmal ein idyllisches Fleckchen fast am Ende der Welt, das hieß Wendland. Dieses Fleckchen war zwar schön, aber für den Rest der Welt so gut wie wertlos und außerdem nur dünn besiedelt. Da traf es sich günstig, dass Herr Albrecht, seines Zeichens Ministerpräsident der Niedersachsen, aus der Abgeschiedenheit seines Büros (mit freundlicher Unterstützung einiger Energiekonzerne) verkündete, dass hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen das Geld zwar nicht auf der Straße, dafür aber unter der Erde zu finden sei. Das mit den sieben Bergen war eher symbolisch zu verstehen, denn die Gegend hier ist eher flach, das mit den sieben Zwergen war allerdings ernst gemeint, weil im gottverlassenen Blinddarm der alten Bundesrepublik nur ein paar Hanseln und Greteln wohnten, die überdies zumeist stramme CDU Wähler waren. Und von denen fanden und finden es viele eine prima Idee, alles das zu verbuddeln, was bei der unglaublich modernen atomaren Stromerzeugung übrig bleibt, also Müll, der nur etwa eine Million Jahre tödlich strahlt. Weil es bei dieser Idee sogar manchem Ingenieur, ja sogar manchem Politiker etwas mulmig wurde, erklärte Herr Albrecht in kleinstem Kreise: Wenn etwas schief geht, dann trifft es ohnehin fast nur die bösen Kommunisten auf der anderen Seite der Elbe.

Das war im Jahre des Herrn anno 1977, und nun sollte alles gut werden. Die bösen Kommunisten hatten übrigens auf ihrer Seite des Flusses ähnlich kalkuliert und versenkten ihren Strahlenmüll in einem Stollen bei Morsleben, in der Hoffnung, dass im Havariefall nur die schlimmen Kapitalisten auf der Westseite betroffen wären.
Von da ab lief fast alles wie geschmiert: In Gorleben bohrten sich die Retter des endlosen Stroms aus der Steckdose in einen Salzstock während die Nachfolger des Herrn Albrecht und seinen Ministerkollegen in Bund und Ländern immer mal wieder Gesetze zurecht stutzten, Dorfschulzen mit Millionen bestachen und sogar einen widerständigen Grafen und Grundbesitzer praktisch enteigneten.

Ja liebe Kulturtouristen, liebe Kinder, es hätte alles so schön werden können, denn überall draußen im Land darf ein jeder, der es sich leisten kann, endlos Strom zapfen und nur ein paar "dumme Bauern" links und rechts der Elbe zahlen die Zeche - doch Pustekuchen! Viele Menschen waren zwar zunächst von den neuen, nicht qualmenden Kraftwerken begeistert, doch leider bleibt bei dieser Art der Stromerzeugung ein klitzekleines Risiko, z. B. in Form von Unfällen, oder auch der Umgang mit dem strahlenden Restmüll. Der sollte, wie Müll in dieser besten aller Welten überhaupt, einfach weg, und zwar dahin, wo er keinen Schaden anrichten konnte. Oder wenigstens dahin, wo ihn keiner mehr sehen musste, also möglichst unter die Erde, und zwar in Gorleben. Doch dummerweise ließen sich die "dummen Bauern" nicht, wie geplant, für dumm verkaufen, denn selbst die dümmsten Bauern lassen sich und ihre Felder nicht gerne vergiften. Mit der ihnen eigenen Sturheit bauten sie ein Hüttendorf (1980) und behinderten die nötigen Bohrungen, dann trieben sie immer wieder allerlei ernsten und auch spaßigen Schabernack, um die Planungen und Bautätigkeiten zu be- oder gar zu verhindern. Derweil errichteten die strahlenden Herren unter Tage gewaltige Gewölbe, die zwar wenig mit Forschung, dafür viel mit einem Endlager zu tun hatten, obwohl dafür keinerlei Genehmigung vorlag - ein Schwarzbau also - aber das kümmerte fast niemanden, so lange Strom und Schmiergelder reichlich flossen. Seit 1996 werden nun Castorbehälter in einer Art Kartoffelscheune oberirdisch eingelagert. Dort müssen sie 40 Jahre stehen, damit sie von rund 400 Grad so weit abkühlen, um den strahlenden Müll neu verpacken zu können und ihn dann tief hinunter in den Salzstock ...
Die Behälter werden immer im November geliefert, da ist es kalt und nass, da kommen nicht so viele Demonstranten, dachten die Atomstrategen, doch sie irrten gar sehr.

"Wenn der Salzstock aber nun ein Loch hat", singen die Demonstranten, parken Traktoren an ungünstigen Stellen, setzen sich auf Schienen und Straßen und wollen seit über dreißig Jahren nicht einsehen, dass dieser Salzstock, der tatsächlich nicht nur ein Loch hat, ein sicherer Platz für den tödlich strahlenden Müll sein soll. Und so erlebt dieser fast menschenleere Landkreis fast alljährlich seine Castor-Festspiele mit Tausenden Mitwirkenden mit und ohne Uniform. Und Sie, liebe Kulturtouristen, sind herzlich eingeladen, überall dort, wo sie das gelbe "x" sehen, die dortigen Eingeborenen anzusprechen - sein Sie versichert, die haben was zu erzählen. Und niemand sollte sich das Schauspiel im November entgehen lassen. Gegeben wird das Lehrstück vom Atomstaat, gespielt wird auf Straßen, Schienen, Wiesen und in Wäldern. Ein buntes Ensemble aus Trachtengruppen der Polizei, pittoresken Eingeborenen mit ihren seltsamen Freunden wie Clowns, Freaks und Naturschützern, Seelsorgern im Talar, Anwälten im Wintermantel, Traktoren, Hubschraubern und schwerem Räumgerät liefert sich auf offener Bühne einen gelegentlich sogar heiteren Wettstreit, bei dem geht es letztlich, wie in jedem guten Theater, um Leben und Tod. Falls Sie daran kein Interesse haben - auch gut, denn wenn die Atomstrategen letztlich gewinnen und dann geht irgendwo irgendwas schief.... Dann sind sie und Ihre Kinder die ersten, die es erfahren werden - und das ist dann kein Märchen mehr. Doch bis dahin gilt: Wenn wir nicht gestorben sind, dann wehren wir uns noch heute!
Stefan Buchenau

 

Top



Gorleben Gebet

An den beiden Sonntagen der "Kulturellen Landpartie" , am 16. und 23. Mai, findet um 14 Uhr die Andacht des "Gorlebener Gebets" statt - wie an jedem Sonntag, im Sommer wie im Winter, seit mehr als 20 Jahren. Aus südlicher Richtung von Gedelitz aus kommend weist ein Schild kurz vor dem Zwischenlager nach rechts in den Wald zu einem Platz mit hohen Holzkreuzen und mit Blick zum Erkundungsbergwerk.

Dort wurden schon über 1000 Mal Andachten gehalten. Mit Texten, Gebeten und Liedern verbinden wir unsere Befürchtungen, Klagen und auch unsere Hoffnungen und schöpfen Kraft für unseren Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Diese Anliegen bleiben aktuell, gerade auch im Hinblick auf die Bedrohungen durch die Atomwirtschaft!

Auf unserer Homepage www.gorlebener-gebet.de.vu gibt es weitere Informationen, Bilder, Programme...
Wir freuen uns über Menschen, die sich unseren Anliegen und unseren Andachten anschließen.

Top
Für die "ökumenische Initiative Gorlebener Gebet"
Christa Kuhl
Rundling 12
29462 Schreyahn
Tel.: 05843 986454
www.gorlebener-gebet.de.vu