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Wunderpunkt:
Lübelner Mühle

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Wolfgang Schlett

Buchobjekte

Wolfgang Schlett will den Dingen auf den Grund gehen, entdecken was ihnen eigen ist, Fundstücken (achtlos Weggeworfenem) wieder eine neue Existenz ermöglichen, vor allem aber Form, Farbe und Präsenz geben.

Bücher sind ganz besondere Fundstücke. Auch wenn sie nicht mehr gebraucht und aussortiert werden, so bleibt doch ihr Inhalt, ihr geistiger Gehalt, existent. Diese Aura des Buches beschäftigt Wolfgang Schlett und er versucht sie in differenzierten Arbeitsprozessen im Kunstwerk zu bannen.

Er lässt sich gern auf einen langen und mühevollen Entstehungsprozess ein. Das allmähliche Werden ist ihm wichtig. Eine minutiöse Arbeit, die zu Oberflächen von höchster ästhetischer Qualität und Schönheit führt. Aber er erreicht noch mehr. In dem langsamen, fast meditativen Arbeitsprozess vollzieht sich eine Metamorphose des Fundstücks Buch. Er befreit es von seiner ursprünglichen Funktion und Aufgabe. Er versiegelt seinen Text und bewahrt ihn im Inneren seines Werks.

(Dieter Pfannenstiel)