Aktionen 2018


Atommüll – quo vadis

„Welch triste Epoche, in der es einfacher ist ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil“ (Albert Einstein)

Der Ausstieg aus der „friedlichen“ Nutzung der Kernenergie ist beschlossene Sache, das letzte der derzeit sieben noch laufenden AKWs wird 2022 vom Netz gehen. Thema durch?

113 Castoren stehen in Gorleben in der „Kartoffelscheune“ und warten auf ihre sichere Lagerstätte. Täglich fällt weiter hoch radioaktiver Abfall an, dessen Verwahrung nach wie vor ungeklärt ist.

1.900 Castoren werden es deutschlandweit bis zum Jahr 2022 sein. Die Genehmigung der Zwischenlager läuft über 40 Jahre und endet für Gorleben am 31.12.2034. Bis dahin wird aber kein Endlager gefunden sein. Experten schätzen, dass mit einer Einlagerung in ein sicheres (?) Endlager nicht vor 2080 zu rechnen ist. Aus den Zwischenlagern werden „Langzeitzwischenlager“, die Alterung der Anlagen und der Schutz gegen einen Flugzeugabsturz oder gegen terroristische Angriffe sind brisante Themen.

Gibt es ein stimmiges Zwischenlagerungskonzept für die nächsten 80 – 100 Jahre?

Sichert das neue Verfahren nach dem Standortauswahlgesetz (StandAG) wirklich eine ergebnisoffene Suche mit angemessener Partizipation aller Betroffener? Oder bleibt die Endlagersuche an dem kleben, was man schon hat – nämlich Gorleben?

Kulturelle Widerstandspartie

Unser Widerstand bleibt ungebrochen, auf der kulturellen Widerstandspartie ist er unübersehbar. Am 18. Mai ab 14:00 Uhr wird es bunt und fröhlich. Diesmal mit zwei Volksküchen, den beliebten Treckerfahrten, viel Information, Klimaschutzrundling, Straßentheater, Filmen zu Widerstand und Klimaschutz an der Schutzhütte und um 17:00 Uhr gehen wir alle DEMOnstrativ um den Schwarzbau. Ab 18:00 Uhr dann Musik und Politik auf zwei Bühnen. Seid laut, seid kritisch und tragt es in die Welt: Gorleben ist noch lange nicht Geschichte.

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Wir fahr'n (KLP) Bus

Der Einstieg

Polkappen und Alpengletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt auch vorm norddeutschen Deich. In den Städten verstopfen Autos die Straße, die Statistik zählt 100.000 Tote mehr pro Jahr allein durch Dieselabgase. Je neuer das Auto, desto größer der Kunden-Beschiss durch die Konzerne.

Was hat das mit der Kulturellen Landpartie (KLP) zu tun? Wir machen keinem unserer Gäste einen Vorwurf, dass er oder sie die KLP mit dem Auto besucht. Schließlich ist unsere abgelegene Region ohne Auto schwer zu erreichen. Und auch sonst ist ein Leben auf dem Land ohne Auto schwierig. Und trotzdem:
Muss sich deshalb eine Blechlawine auch von Wunderpunkt zu Wunderpunkt wälzen? Müssen wir auch kleine Entfernungen jedes Mal mit dem Auto zurücklegen? Zerstören wir damit nicht genau die noch halbwegs intakte Kulturlandschaft mit ihren schmalen Ortsverbindungswegen und blühenden Feldrändern, die Sie als Gäste bei uns eigentlich genießen wollen?

Die Idee

Politiker reden vom Kampf gegen Klimawandel und Luftverschmutzung, von Plänen für eine „Mobilität der Zukunft“ – wir handeln. Jetzt. Zwar nur im Kleinen, denn irgendwo müssen wir anfangen. Die Idee ist so alt wie naheliegend: Steigen Sie um auf den Bus! Parken auf zentralen Parkplätzen außerhalb der Dörfer und dann Umstieg auf den Bus. Oder das Fahrrad.

Das Pilot-Projekt 2018

Auf dem Übungsgelände der Freiwilligen Feuerwehr Clenze, nur wenige Kilometer von den Rundlingsdörfern und der höchsten Wunderpunkt-Dichte entfernt, bieten wir Ihnen einen kostenlosen und sicheren Parkplatz: Kein Festfahren im aufgeweichten Seitenstreifen, keine abgebrochenen Spiegel mehr. Von hier aus starten die KLP-Busse der Lüchow-Schmarsauer-Eisenbahngesellschaft (LSE). Stündlich fahren zwei Busse zeitversetzt und gegenläufig die Runde durch elf Dörfer mit insgesamt 16 Wunderpunkten. In jedem Dorf kommt so zwei Mal pro Stunde ein Bus. Sie entscheiden, ob Sie die Runde weiter zu den nächsten Wunderpunkten fahren wollen oder mit dem nächsten Bus zurück zum Parkplatz. Wenn Sie etwas im letzten Dorf vergessen haben: Kein Problem, dann fahren Sie mit dem nächsten Bus eben zurück!
Und seien wir ehrlich: Nicht selten mussten Sie vom Parkplatz des eigenen Autos noch kilometerweit laufen, um Ihr Ziel zu erreichen, weil alles zugeparkt war. Der KLP-Bus fährt Sie praktisch vor die Tür!

Die Bus-Tage

Ab Himmelfahrt: Do., 10. Mai – So., 13. Mai, jeweils 11-19 Uhr
Zu Pfingsten: Sa., 19. Mai – Mo., 21. Mai, jeweils 11-19 Uhr

Die Pilot-Route

Startpunkt Parkplatz: FFW Clenze, Gistenbecker Str. 4, 29459 Clenze.
Gistenbeck, Kussebode, Beesem, Bülitz, Luckau, Köhlen, Kremlin, Püggen, Mammoissel Abzw., Zeetze, Bussau.
Endpunkt Parkplatz FFW Clenze.

Ein zweiter Bus fährt zeitlich versetzt, die Tour gegenläufig. Sie können überall zu- und aussteigen. Eine Fahrradmitnahme ist leider nicht möglich.

Fahrplan und Route hinten im Innenumschlag des Reisebegleiters oder hier:

Die Kosten

Fahrkarte pro Zustieg 1 Euro, Tageskarte 6 Euro. Kinder bis 12 Jahre fahren umsonst! Einen Button „Wir fahr'n KLP-Bus!“ gibt's oben drauf! Spenden sind herzlich willkommen!

Das Ziel

Ihr Ziel als Gast ist der nächste Wunderpunkt. Unser Ziel ist, mit diesem Pilotprojekt herauszubekommen: Wie viele Menschen nehmen das Angebot an? Wir wollen praktische Erfahrungen sammeln, um das Busangebot zukünftig auf die ganze Landpartie ausweiten zu können. Deshalb unterstützen alle Wunderpunkte finanziell den Bus. Die Einnahmen durch den Fahrkartenverkauf reichen bei weitem nicht aus, das Projekt zu finanzieren.

Finden Sie das Projekt gut und wollen Sie es finanziell über den Fahrpreis hinaus unterstützen? Jede Spende ist willkommen! Empfänger: Kulturelle Landpartie e.V., IBAN DE33 2586 3489 2415 8500 00. Stichwort: „Verkehr“.

Wir wollen mit Euch / Ihnen zusammen ein Zeichen setzen, dass Mobilität schon heute nicht zwangsläufig gleichbedeutend damit sein muss, Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität zu zerstören! Wussten Sie, dass ein in der ganzen Bundesrepublik für alle Bürger komplett kostenloser Öffentlicher Nahverkehr etwa 12 Milliarden Euro kosten würde?

Dass zum Vergleich die Rettung der HRS-Bank während der Finanzkrise 2008 den Steuerzahler fast 20 Milliarden Euro gekostet hat? Dass die Ausgaben für Verteidigung und Waffen 2017 bei 37 Milliarden Euro lagen? Die Frage ist allein, wo wir die Prioritäten setzen – und ob wir im Alltag bereit sind, es auch im Kleinen anders zu machen.

Mathias Edler für die AG Verkehr der KLP

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Baskische Künstler auf der KLP 2018 in Diahren

Ein Rückblick: August 2017. Anne aus Diahren, Moni aus Sipnitz, Tanja aus Lanze und Vatula aus Gühlitz folgen einer Einladung des Künstlers Guillermo Olmo und des deutsch-baskischen Kulturvereins zu dem Land-Art Projekt Azken Muga nach Azkarate im spanischen Baskenland.

Azken Muga heißt übersetzt „die letzte Grenze“. 10 Tage werden Vatula und Tanja auf einem Bergkamm, der die baskischen Provinzen Guipuzkoa und Navarra verbindet, ihr Projekt umsetzen, Anne photographieren, Moni organisieren. 10 Tage künstlerisches Arbeiten in einem uralten Buchenwald, in dem die „brujas“, die Hexen der Gegend, ihre heilenden Kräuter gesammelt hatten, in dem geschmuggelt, bestohlen und Ehen geschlossen worden waren; der aus politischen Gründen für lange Zeit zur Grenze zwischen Dörfern und Familien geworden war.

Es sind bereits Kunstwerke da, ein riesiger Stuhl, der auch als Bühne dient, eine Metallskulptur und weitere Installationen.

Wir werden Teil von Veranstaltungen, präsentieren im ehemaligen Grenzhaus mit einer Ausstellung die Kulturelle Landpartie, werden bekocht, gefeiert und feiern selbst auf den fiestas mit.

Am Ende der 10 Tage stehen zwei Werke mehr im magischen Wald, Vatulas Holzskulptur „Abrazo“ (Umarmung) und Tanjas gestrickte Installation „Entrelazado“ (Verflochten/Verschlungen).

Um Euch, den Besuchern der Kulturellen Landpartie, mehr von diesem wunderbaren Austausch zeigen zu können, gibt es in Diahren eine Photodokumentation über die Arbeiten und unser Dort-Sein in Azkarate und das Schönste! Guillermo unser Gastgeber vor Ort, Marie Jose, Germán und zwei weitere Künstler werden uns in der Zeit der Landpartie in Diahren besuchen und ausgewählte Werke mitbringen!

Wir sagen „Ongi etorri“ herzlich Willkommen, und um mit Vatulas Worten zu sagen: „la ultima frontera es la illusion entre tu y yo“ (die letzte Grenze ist die Illusion zwischen dir und mir).

Also Zeit für Begegnung und Austausch! Willkommen in Diahren!

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Solidarity City ?

Solidarische Provinz Wendland-Altmark

Das Wendland steht für viele als eine Art Labor, als ein kleiner politisierter Raum, in dem Neues erprobt wird, in dem sich was wendet. Tatsächlich ist es so: in vielen Orten schaffen aktive Gruppen Strukturen zur Selbstversorgung mit dem, was das Leben braucht.

Der Anspruch der Vereinfachung und der eigenen Teilhabe an gesunden und sozialen Grundlagen des Zusammenlebens eint viele Projekte. Diese Netzwerke größer zu vernetzen und die bürgerliche Gesellschaft mit zu versorgen, Lücken zu schließen, initiiert der Prozess solidarischer Landwirtschaft.

In teils kleinbäuerlicher Produktion holen wir Grundlagen zurück, die Konzerne nahmen, bauen bildlich unseren „Lebensmittelpunkt“ aus: erweitern ihn um Lebensmittel, die wir hier brauchen und schaffen, flach wird vielschichtig.

Auf diesem Impuls kultivieren wir unter den Handlungsfeldern Landwende (rural Transition), oder größer, als „solidarische Provinz“, unsere Zukunftsfähigkeit. Wir arbeiten in verschiedenen Bereichen daran, praktische Projekte zu entwickeln, um unser solidarisches Netzwerk im Wendland auszubauen und zielgerichtet einzusetzen.

Gasthof Meuchefitz: Freitag, den 11.5.18 – Thementag Solidarische Provinz mit dem Schwerpunkt Flucht und Migration, Asyl, Bleiberecht, Kirchen- und Bürgerasyl.

Güstritz: Kommuneführungen. Vom Kommuneleben und Solidarischer Landwirtschaft.

Klein Witzeetze: Sonntag, den 13.5.18 11:00, solidarisch & selbstbestimmt Wohnen, Gesundheit, Mobilität, Kultur & Landwende entwickeln.

Zadrau: 17.5. 16:30 Bio-Gärtner der Solidarischen Gartenwirtschaft: Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften am Beispiel des Lüchower Gemüsegartens von der LANDWENDE.

e-wend-card und Mitfahrbänke

Alle sollen an der Kulturellen Landpartie teilhaben können. Unabhängig von ihrem Geldbeutel, ihrem Pass oder ob sie ein Auto haben. Eine Initiative der Solidarische Provinz Wendland will das ermöglichen.

Während der Kulturellen Landpartie sind viele Menschen unterwegs, die sich keine Gedanken machen müssen, ob sie sich, eine Brause, Kuchen oder Wein gönnen.
Andere, denen das Geld nicht so locker sitzt, grenzt das aus.

Eine Herausforderung im Wendland ist die Mobilität.
Ohne eigenes Auto wird es schwierig, die Veranstaltungsorte zu erreichen.

Inis aus dem Wendland suchen nach einem Weg, Menschen eine kulturelle und soziale Teilhabe zu ermöglichen, die in unserer Gesellschaft aus den unterschiedlichsten Gründen ausgegrenzt werden. Das trifft in der Regel leider auch auf die Menschen zu, die als Geflüchtete zu uns gekommen sind.

Wir wollen Anstöße geben, über die Kälte unserer gegenwärtigen Gesellschaft nachzudenken und die Ahnung einer neuen anderen solidarischen Gesellschaft aufkeimen zu lassen.

Als Zeichen gegen die voranschreitende Verarmung und Isolierung großer Teile der Bevölkerung geben verschiedene Gruppierungen und Initiativen wie Zuflucht Lüchow, die Kontakt zu prekär lebenden Menschen haben, die „e-wend-card“ aus. Mithilfe dieser Karte sollen die Menschen freien Eintritt zu den Veranstaltungen bekommen und bei der Berechnung von Speis‘ und Trank nur ein Drittel der sonst üblichen Kosten zahlen. wunde.r.punkte, die an dieser Aktion teilnehmen, sind durch ein Hinweisschild gekennzeichnet.

Die zweite Idee umfasst „Mitfahrbänke“. Mithilfe eines Haltestellen-Schildes (nicht zu verwechseln mit den neuen Bushaltestellen-Schildern des KLP-Busses! -> Lass dein Auto steh’n) wird an Veranstaltungsorten, die diese Aktion unterstützen, eine Sitzgelegenheit gekennzeichnet. Dort können sich Menschen aufhalten, die gern bei anderen „mitfahren“ möchten. Das verringert Individual-Verkehr, schmälert den CO2-Fussabdruck – und am Ende lernt manch eineR sogar wen nettes kennen…

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Die Kulturelle Landpartie und Stolpersteine

Fotografien von Stolpersteinen machen während der KLP darauf aufmerksam, hier ist etwas, das uns überall begegnen kann. Im Wald, in einem schönen Garten, auf einer Wiese, in der Küche, eben überall. ANGST, VERFOLGUNG, FOLTER, und der TOD.
Die Fotografien zeigen uns, die Erinnerung verblasst, verändert sich, löst sich auf. Wenn wir nicht immer wieder Neu-Erinnern, darauf aufmerksam machen, uns mit der Vergangenheit auseinandersetzen, verschwindet das Geschehen der Name, der Mensch.

Stolpersteine, auf dem Boden, man muss sich bücken, was ist das denn? Meistens gehen wir vorbei, weil wir in Eile sind, weil wir den Kopf nicht frei haben, und eigene Sorgen uns bewegen. Wir gehen darüber hinweg, über das, was damals im Dritten Reich stattfand. Oft ist es vergessen, die Katastrophe, die Folter, die Verfolgung, der Gewaltsame Tod.

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert Gunter Demnig den Talmud.

Gunter Demnig, der Initiator der Stolpersteine, legte 1996 den ersten Stolperstein in Berlin Kreuzberg. Der Bildhauer Michael Friedrichs-Friedländer schlägt jeden Buchstaben mit der Hand in das Messing ein. Fast alle Stolpersteine werden von Gunter Demnig persönlich verlegt.

Es ist das „Nicht-Vergessen-Dürfen“ , das „Immer-wieder-Erinnern“, was Gunter Demnig und sein Team nicht loslässt. Stolpersteine gibt es mittlerweile in über zwanzig Ländern unserer Welt. Auch hier liegen Stolpersteine in Lüchow sowie in Dannenberg.

Die Stolpersteine sollen zeigen, hier lebten Menschen in ihrer Wohnung, ihrem Haus, von hier aus ging es zur Arbeit, zur Schule, zum Rendezvous, zum Arzt, 18 Stolpersteine. Man kam nach Hause, saß mit dem Lebenspartner, mit der Familie zusammen, beim Gespräch, beim Essen, bei den Schularbeiten, ging schlafen und stand wieder auf. So wie wir es heute auch tun, jeden Tag auf‘s Neue. Nur, wir können das alles tun. Ohne Angst haben zu müssen, dass wir, dass jemand aus unserer Familie abgeholt, gefoltert, entehrt und getötet wird. Die Nazi-Zeit ist Vergangenheit, so denken wir, so meinen wir. Dem ist jedoch nicht so. Es erheben sich wieder Stimmen im Land, die das Dogma Nationalsozialismus sehr reizvoll und nachahmenswert finden und ihn neu auflegen wollen. Diese Personen verehren die Protagonisten der NS-Zeit, die Massenverführer, die Fanatiker.

Sie verharmlosen den Holocaust, die Verfolgung und Auslöschung Andersdenkender. Schauen wir hin, wenn sich leise wieder dieses Denken breitmacht, wir seien besser als andere, Herrenrasse!
Jeder von uns ist aufgefordert, die Spaltung der Gesellschaft, die Erosion der Demokratie nicht zuzulassen, sich ihr entgegenzustellen, den Gedanken wachzuhalten, es ist nicht vorbei mit diesem Denken und Handeln, mit Taten wider die Menschlichkeit. Fast täglich werden Stolpersteine verlegt. Meist lautet die Inschrift, hier wohnte ein Mensch.

Nur, was war, was ist im Nachbarhaus? War dort alles gut, gab es keine Angst, keine Verfolgung? Doch, die Angst war in fast jedem Winkel, wo die Gestapo, die SS, die Nazi-Schergen hinkommen konnten. Siehe Film „Die Unsichtbaren“. Auch im Nachbarhaus, nebenan, oder auf der Straße. So gibt es auch Stolpersteine mit der Inschrift „Hier wurde … erschossen“.

Die Fotos von Stolpersteinen, irgendwo in Deutschland fotografiert, laden ein, sich mit diesem Thema weiter zu beschäftigen. Es ist unser Anliegen, dass kein Gras über die Untaten des Nationalsozialismus wächst. Die Fotografien von Stolpersteinen sollen erinnern, mahnen und Anregung geben für eigene Aktivitäten.

Monika & J.A.Fischer, Gross Wittfeitzen

Weitere Informationen: unter www.Stolpersteine.de zu finden

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Am 20. Mai ist der 1. Internationale Weltbienentag 2018

- auch bei uns im Wendland !

Die UN hat den 20. Mai zum Weltbienentag erklärt!

Jedes Jahr an diesem Tag wird die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die Bedeutung der Bienenhaltung und anderer Bestäuber gelenkt, sowie auch auf ihre unersetzliche Rolle für Natur und Ernährung. Die Menschen werden an die Bedeutung der Bienen für das Ganze erinnert und aufgefordert, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu erhalten und zu schützen.

Am Wunde.r.punkt in der Alten Schule in Zadrau wird es hierzu

am 20.05. ab 13 Uhr verschiedene, hochbrisante Beiträge geben, u.a. von Thomas Mitschke, NABU Lüneburg, über das Insektensterben und die Biene in größter Not, daran anschließend eine politische Diskussion mit Miriam Staudte (MdL), Rebecca Harms (MdEP), Thomas Mitschke (NABU), Klaus Ahrens (DBIB) und wendländ. Imkern:

Plan Bee für die Bienen

Können wir die Honigbiene retten? Schutz wider die Ausbeutung und die AgroChemie! Politik für die Biene – Thesen eines Planes vertreten durch Politik und Imkerei.

Ist es schon zu spät, oder besteht noch Hoffnung? Jeder kann durch sein eigenes Handeln sofort dazu beitragen, dass es für Honig- und Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge noch Lebensräume und damit Nahrung gibt. Haben wir, der Balkonbesitzer, Flächen- und Garteninhaber, der Beamte in der Behörde, der Landwirt oder aber der Politiker ein Herz für Insekten und möchten mit unseren individuellen Möglichkeiten etwas dafür tun, dann ist es jetzt Zeit zu handeln!

Über 80 % der Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bienen als Bestäuber angewiesen.

Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung übersteigt den Wert der Honigproduktion um das 10- bis 15-fache. Dies sind rund 2,5 Milliarden Euro jährlich in Deutschland und ca. 170 Mrd. € weltweit.

Damit sind Bienen eine der 3 wichtigsten Nutztiere neben Rind und Schwein.

Aber nicht nur unsere Kulturpflanzen werden durch die Bienen bestäubt, sondern auch die Wildpflanzen der Wälder und Fluren. Viele Pflanzenarten wären ohne die Biene bereits ausgestorben, nur durch sie wird der Artenreichtum der Pflanzen in unserer Landschaft erhalten. Die Früchte und Samen dieser Wildpflanzen sind wiederum Nahrungsgrundlage für viele Tiere in Wald und Flur. Sie trägt somit auch zum Erhalt von wildlebenden Tieren mit bei.

Wie farblos, wie eintönig wäre unsere Umwelt ohne die Tätigkeit der Biene: In einem einzigen, bienenlosen Jahrhundert hätte unsere Landschaft ein völlig anderes Aussehen, da es keine Blumen, keine blühenden Sträucher und Bäume mehr geben würde. Jeder Imker ist deshalb mit seinen Bienen Landschaftspfleger erster Ordnung.

Und hier kommt die Politik ins ernste „Spiel“:
Bienenschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es kann nicht sein, dass der Imker Bittsteller bleibt! Ohne die von der Gesellschaft oft belächelten Hobbyimker gäbe es flächendeckend keine Bienen mehr und das mit allen Folgen für unser Ökosystem Mensch.

Tatsächlich ist die Biene rechtlich ungeschützt! Sie hat keinen Anwalt! Es gibt kein staatlich oder gesellschaftlich organisiertes Kontroll- und Schutzsystem für den Erhalt der Biene!
Inzwischen ist jeder Schützenverein Weltkulturerbe, ebenso die Pizza und der dazugehörige Pizzabäcker… der Imker und die Bienen? Fehlanzeige! Noch Fragen??

Ein „Schutzgut Biene und Insekt“ müsste die Agrarstruktur tiefgreifend verändern: an den Feldrändern bräuchte es Hecken, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, stattdessen werden diese zunehmend entfernt, teilweise rechtswidrig, oft ungeahndet; es gibt für sie in der industriellen Agrarproduktion keinen Platz mehr. Indem die moderne Landwirtschaft die Artenvielfalt auf dem Acker und im Grünland gezielt vernichtet, wird sie zur größten Bedrohung für bestäubende Insekten.

Bienen- und Umweltschützer fordern: Bei der Zulassungsprüfung für Pestizide müsse man endlich auch die chronischen, nicht tödlichen Effekte auf Honigbienen berücksichtigen und dürfe Hummeln und Wildbienen nicht außen vor lassen.
Neonicotinoide – hochwirksame Nervengifte gegen Insekten, zugelassen in über hundert Ländern und eine der wichtigsten Geschäftssparten der Pflanzenschutzmittel-Industrie: zwar sind Honigbienen nicht das eigentliche Ziel der Gifte – doch sie werden zum Kollateralschaden der Schädlingsbekämpfung. 4 Milliardstel Gramm Neonics – mehr braucht es nicht, um eine Biene zu töten. Doch allein in Deutschland wurden im Jahr 2015 über 200 Tonnen des giftigen Wirkstoffs an Landwirte verkauft.

Von den Befunden alarmiert, haben Behörden in den USA und der EU – teilweise und vorübergehend – Verbote erlassen. Dagegen klagen die Hersteller. Gleichzeitig sind die Gifte bei tausenden von Freizeitgärtnern noch immer beliebt…

Letztendlich sitzen aber auch die Bauern mit den Imkern im selben Boot:
dass sie auf Kosten der natürlichen Ressourcen ihre Höfe so führen müssen, damit sie zu Weltmarktpreisen konkurrenzfähig sind, ist schlichtweg ein tödliches System.

Wir haben uns für das Leben entschieden!

Deshalb wird es bei unserem 1. Internationalen Weltbienentag einen Blick in die Bienenkästen mit Marco Otte geben, unserem letzten Berufsimker hier im Wendland. Wir werden etwas über den Erhalt der „Dunklen Biene“ erfahren, unsere angestammte „Heidebiene“, die hier mal heimisch war.

Ein tolles Projekt ist auch die Schulimkerei, zu der es einen Stand geben wird. Gute Literatur zum Thema und auch Pflanzen-Empfehlungen werden angeboten und natürlich: HONIG !!!

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Lass.Dich.Nieder – Werde.Wendländer

Keine Lust mehr auf Stadt? Das nie endende Brausen des Verkehrs, die Parkplatz-Suche, Lichtglocke, (Fein)-Staub, Abgasfahnen, Wohnungsnot?

Das Wendland ist der fast perfekte Fleck, um sich nicht ganz so wichtig zu nehmen. Ideal, um anzukommen. Beim Besuch der Kulturellen Landpartie – und um langfristig hierher zu ziehen, um zu bleiben. Das Ankommen erleichtert die „Agentur Wendlandleben“ mit kostenfreier Beratung – persönlich und individuell, mit gebündelten Informationen und Kontakten. Zu den Themen: Arbeit, Wohnen, Freizeit, Familie, Bildung und Infrastruktur.

Das „Wendland Regionalmarketing“ betreibt die Förderung des Wendlands als attraktiven Arbeits- und Lebensraum sowie als lebendige Tourismus-Region. In diesem Zusammenhang setzt der Verein Wendland Regionalmarketing nicht nur eigene Projekte um, sondern unterstützt auch andere bei der Planung und Durchführung ihrer Ideen.

Beide Initiativen, die „Agentur Wendlandleben“ und das „Wendland Regionalmarketing“, beraten Sie auf der Kulturellen Landpartie gerne, um Ihren Wunsch hier anzukommen, Wirklichkeit werden zu lassen:

Am Wunde.r.punkt in Diahren No 9 wird das „Wendland Regionalmarketing“ im Rahmen einer LASS.DICH.NIEDER-Kampagne offene Stellen und Betriebsnachfolge-Gesuche im Handwerk den Besuchern nahe bringen. Dazu gibt es Informationen zur Freizeitgestaltung und Kulturerlebnissen im Wendland.

Die „Agentur Wendlandleben“ zeigt im Container am Wunde.r.punkt in Prießeck 7 das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm „WERDE.WENDLÄNDER“, welches die Vorteile des Wendland-Lebens aufzeigt, und möchte dazu mit KLP-Besuchern ins Gespräch kommen. Der Wunde.r.punkt in Neu Darchau schließlich bietet sehnsuchtsvollen Städtern unter der Überschrift „Tor zum Wendland“ weitere gute Gründe, Wendländer zu werden.

Wenn Land, dann Wendland.

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