Wir über uns


Kulturelle Landpartie — Wie kommt der Geist in die Flasche?

1988 trafen sich erstmalig sieben Menschen, alles Multiplikatoren aus Institutionen und Aktionsgruppen auf dem Werkhof Kukate, um über die Idee eines gemeinsamen Veranstaltungskonzeptes nachzudenken. Der Pfingstmarkt Kukate - Handwerk und Kunst, den Karin und Arnulf Wenzel gemeinsam mit uns 1985 ins Leben gerufen hatten, war ein überwältigender Erfolg geworden und die Zauberlehrlinge fragten sich, wie können wir das plötzliche Publikumsinteresse auf unser eigentliches Anliegen lenken: den wunden Punkt Gorleben?  

Planungen machen immer viel Spaß, die Ideen fliegen und das Vertrauen in die eigenen Kräfte kennt keine Grenzen, je mehr Riesling getrunken wird. Am Ende entstand 1990 ein Flyer mit der vollmundigen Ankündigung der "Wunde.r.punkte Wendland", dazu ein buntes Plakat mit dem laufenden Fisch. Der Werkhof Kukate war die Kontaktadresse.  

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten 1990:

Für 10 Tage wollen wir das Wendland zu einem Ort der Begegnung und des Austausches machen. Künstler und Handwerker, politische und ökologische Initiativgruppen, Bewegte und Unentwegte stellen sich und ihr Leben vor – zwischen Utopie und Alltag, zwischen Auflehnung und Anpassung, Kunst und Kommerz, zwischen Aquarell und Becquerel…. 

Parallel hatten Irmhild Schwarz aus Kröte und ich seit 1988 die Landschaftskunstaktion "Aus allen Wolken – Textile Zeichen in der Landschaft" vorbereitet. 25 KünstlerInnen aus der BRD und 25 KünstlerInnen aus der DDR waren daran beteiligt."Die Schadstoffe der Industrienationen werden vom Winde verweht, egal wohin der Wind weht, er trifft immer den Menschen", so hatten wir geschrieben. Kaum war die Ausstellung an den Wegerändern rund um Kukate aufgebaut, brach ein Shitstorm der Jäger los, denn am gleichen Tag wurde die Bockjagd eröffnet. Es gab heftige öffentliche Auseinandersetzungen und unzählige Berichte in allen Zeitungen Norddeutschlands, im Radio und im Fernsehen. Über Nacht waren die Wunde.r.punkte Wendland in aller Munde und die Besucher strömten. Jede PR Agentur hätte uns über den Erfolg beneidet.  

Erfolge machen süchtig.

Drei Jahre – immer besser, immer weiter, immer höher – dann war Schluss mit den Wunde.r.punkten, denn die Macher wollten keine politische Veranstaltung anpreisen und Batiken und Töpfchen verkauft sehen. Seit 1995 gibt es nun die Kulturelle Landpartie – Wunderpunkte im Wendland, eine echte Kulturveranstaltung, die seither basisdemokratisch und ohne jede öffentliche Förderung organisiert wird.  

Nichts ist so beständig, wie der Wandel. Viele Weggefährten haben die endlosen Diskussionen und Flügelkämpfen nicht ertragen können, ich bin dabei geblieben. Heute präsentieren wir zur Landpartie die Werkhofarbeit, die Kursleiter stellen ihre handwerklichen Arbeiten in der Galerie aus. Ich erkläre die Arbeit der Grüne Werkstatt Wendland, denn Innovation ist nötig. Junge Leute braucht das Land - in Design Camps haben sie die Möglichkeit, Leben und Arbeit auf dem Lande kennen zu lernen. Nach jedem Camp bleiben ein oder zwei TeilnehmerInnen für immer im Wendland.  

Im alten Postamt in Lüchow hat die Grüne Werkstatt einen Ort für junge Leute geschaffen. Diese Organisationsarbeit füllt und erfüllt heute mein ganzes Leben.

Die Kulturelle Landpartie hat sehr viel Lebenszeit und Kraft gekostet, aber noch viel mehr Kräfte entfaltet. Keine Stunde möchte ich davon missen!

Michael Seelig vom Wunderpunkt Kukate

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Wunde, Wunder, Punkt.

Natürlich war das Wendland für uns Hamburger von Anfang an eine Landpartie. Erst politisch und auch etwas revolutionsfolkloristisch. Dann privat und auch etwas eskapistisch. Schließlich auch kulturell und irgendwann mit etwas zu vielen Räucherstäbchen & Co. Und nun wieder politischer!

In all diesen Partien steckt das Zauberwort der Kulturellen Landpartie. Der Wunderpunkt. Das war es. Wunde und Wunder! Das hatte eine mächtige Resonanz. Für jeden eine etwas andere. Gut so.

Erst mal die Wunde. Unvergessen bei Franz Kafka, diese wunderschöne Wunde, mit der ich auf die Welt gekommen bin, das einzige, was ich habe. Wer darüber zu lange nachdenken muss, sollte daran denken, dass die Alternative zur Wunde, zumal wenn sie schlecht verheilt, die Narbe ist. Ein verwachsenes, gefühlloses Gewebe. Die Wunde kann ein Atmungsorgan sein, nicht nur für Dichter oder Künstler. Zeigt her eure Wunde, verlangte Josef Beuys.

Und dann das Wunder. Wunder gibt es auch für Atheisten. Man muss nur Hannah Arendt hören: Jeder neue Anfang wird zum Wunder, wenn er von dem Standpunkt der Prozesse, die er notwendiger Weise unterbricht, gesehen und erfahren wird.

Nun starten wir die Landpartie 2017. Wir müssen radikaler und pragmatischer werden. Beides. Also politischer. Wir haben 2016 mit Gesprächen in unserer Scheune auf dem Höhbeck begonnen bei der KLP mitzumachen. (Auch weil ein bisschen unzufrieden über zu viele Räucherstäbchen.)

2017 geht es weiter: Radikaler und pragmatischer, also politischer. Nichts ist nötiger als Neuanfänge. Die können Wunder sein.

Nochmal Hannah Arendt: Das Wunder als ein ausschließlich religiöses Phänomen zu sehen, bei dem es nicht mit rechten Dingen zugeht, scheint mir auf einem Vorurteil zu beruhen. Bereits die Entstehung der Erde ist eine unendliche Unwahrscheinlichkeit, wie die Naturwissenschaftler sagen – ein Wunder, wie wir sagen würden.

Im vergangenen Jahr haben wir bei einem Hannah Arendt Nachmittag in unserer Scheune ihre Stimme gehört. Vielleicht sollten wir aus ihren Reden und Interviews immer wieder etwas einspielen, zum Beispiel aus ihrem Vortrag Freiheit und Politik, gehalten am 12. 8. 1958:

Die außerordentliche Gefahr der totalen Diktaturen für die Zukunft der Menschheit ist nicht so sehr, dass sie politisches Handeln unterbinden, als dass sie die Elemente der Freiheit und des Handelns in allen Tätigkeiten ertöten.

Gegen die fertige Welt setzen wir die Wunde und das Wunder, also den Wunderpunkt.

Gar nicht abergläubisch, sondern nur realistisch ist es, in der Politik mit dem Unvorhersehbaren zu rechnen, und Wunder dort zu erwarten, wo sie tatsächlich dauernd möglich sind. Genau das verstand Hannah Arendt unter Politik.

Reinhard Kahl vom Wunderpunkt Brünkendorf, Dorfstraße

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gute Zeiten schlechte Zeiten

Als wir von Raum2 uns vor fünfzehn Jahren dazu entschlossen ein Ausstellungsort auf der Kulturellen Landpartie zu werden, bestand in den ersten Jahren eine große Hemmschwelle seitens der Besucher auch nur einen Fuß auf das Gelände zu setzen. Slogans wie: "100 % kein Fachwerk" oder "Beton, es kommt drauf an was man draus macht" unterstrichen, dass wir uns nicht nur äußerlich von den anderen Punkten abheben. Mit der Entscheidung der "Nachtpunkt" zu werden wurde dieser Umstand noch deutlicher. So feierten wir in den ersten Jahren zwischen Himmelfahrt und Pfingsten nur mit uns und unseren Freunden. Geld spielte keine Rolle, wir hatten gemeinsam eine gute Zeit, auch um uns gegenseitig kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

Im Laufe der Jahre wurden wir reifer und professioneller. Unsere eigenen Ansprüche stiegen und damit einhergehend die Qualität der künstlerischen und handwerklichen Beiträge. Auch die Vernetzungen mit anderen Projekten und die räumliche Erweiterung durch den Kauf des Geländes, brachten uns viel Aufmerksamkeit und neue Besucher. Der technische und arbeitstechnische Aufwand stieg enorm an. Aktuell geraten wir an die Grenzen des Machbaren. Von der Überlastung der sanitären Anlagen, über einen Sitzplatz im Restaurant, oder genug Raum zum Tanzen auf den Veranstaltungen. Wir werden zum Dienstleister und plötzlich gibt es den KLP-Stress, die Spaltung zwischen Ehrenamt und der Möglichkeit Geld zu verdienen, den Burnout und den Wunsch wieder kleiner zu werden.

Es war viel Arbeit, groß und erfolgreich zu werden, aber es ist viel schwerer sich zu reduzieren, zurück zu rudern, um wieder zur Gemütlichkeit zu finden.

Trotz allem:

Für mich bedeutet die Kulturelle Landpartie immer noch die Möglichkeit zu zeigen, welches Potential Raum2 aber auch das Wendland im Ganzen in sich birgt. Vielen Projekten mangelt es das ganze Jahr über an Akteuren und Unterstützern, die zur Kulturellen Landpartie verstärkt anrücken, um ihr Potenzial, ihre Ideen, Energien, Tatkraft und frischen Wind mit einzubringen, um verschlafene Orte gemeinsam mit uns zu verwandeln und zu zeigen was möglich ist wenn alle mit anpacken.

Susanne Klingenberg vom Wunderpunkt Neu Tramm

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KLP — der andere Ausnahmezustand im Wendland…

… beim Ankommen in Meuchefitz balanciert eine Person auf dem Drahtseil über die Straße – großes Staunen und Bauchkribbeln vor Höhenangst

… die Kommunebuchlesung in der Güstritzer Scheune eröffnet einen unerwartet konzentrierten Raum für Gespräche über andere Formen des Lebens und des Arbeitens, live und in Farbe

… Leute sprechen hören, von denen ich hier in der Region sonst maximal in Büchern zu lesen bekomme – und hinterher noch beim Getränk mit ihnen weiter diskutieren (Bsp. Nico Paech)

… beim Spontankonzert von RAK-Leuten am Bergwerk tanzen, außerdem abgefahrene Akrobatik bewundern und dabei auf die nach wie vor aktuellen politischen Brennpunkte hinweisen

… leckeres Essen an Orten, wo’s sonst nichts zu essen gibt

… mit Banneraktionen viele Leute erreichen und Debatten auslösen

… mit den Veranstaltungen der KURVE Wustrow dazu beitragen, dass die KLP auch ein politisches Event ist und bleibt!

Joel Campe von der Kurve Wustrow (an verschiedenen Wunderpunkten)

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Was die Kulturelle Landpartie für mich ist?

viel mehr als ein outdoor-kunst-festival für ökos auf rädern. KLP ist, als zweijährige noch nicht wendländerin im gorlebener wald vor salinas salz mit mama verstecken zu spielen. KLP ist, als kleinkind unter ungläubigen blicken vom nachbartisch pürierten spinat im glas zu essen zu kriegen und morgens aus dem zelt auf die frisch gemähte wiese in den sonnenschein hinauszupurzeln. ist, im fahrradkinderanhänger durch den frisch beregneten wald gefahren zu werden und zwecks der bespaßelung unterwegs mit buntstiften werkelnd diese unglaubliche geruchsmischung nassen waldbodens in warmer luft, buntstiften in zedernholz und des gummis der regenjacke in mir aufnehmend, um ihn nie wieder zu vergessen. KLP ist, einige jahre später als echte wendländerin für papa mit dem hut rumzugehen, wenn er mit der geige die zuhörer entführt. KLP war schon immer zirkus und theater und noch viel allgegenwärtiger: kunst überall. aber KLP war nicht immer "kulturelle landpartie", früher nannte ich es "kutturelpalantpati". und es steht wendländische keramik auf unserem tisch und diese unfassbar niedliche filzmütze, auf meinen 6 monate alten kopf maßgeschneidert, ist ein festes gebilde meiner kindheit - KLP hinterlässt spuren. und KLP wächst mit. während wir früher mit dem zug anreisten, um hier fahrrad fahren zu können, ist KLP jetzt vor der haustür, seit 12 jahren. ich klemme mir dieses jahr meine geige unter den arm und fahre direkt los, ein öko auf zwei rädern, und genieße den geruch, die kunst, die gewissheit, dass die zeit zwischen himmelfahrt und pfingsten am schönsten ist

LG, janka lotta, tochter von steffi kroll, wunderpunkt Hitzacker, Gut Meudelfitz

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Was bedeutet die Kulturelle Landpartie für mich

Als wir das Konzept der Wohnzimmerkonzerte erarbeiteten, fragte mich ein Mensch, was denn das Ganze für einen Nennwert hätte. Nach fünf Jahren kann ich sagen, gar keinen, wenn man das im Sinne von „Asche“ betrachtet. Sieht man es mit unseren Augen, bringt es ein abwechslungsreiches Leben und unbändige Freude. Wir sind vier Familien, in deren Häusern Konzerte mit wechselnden Künstlern stattfinden. Das heißt vor und während der KLP, gibt es einen regen Austausch und eine gute Zusammenarbeit. Die Künstler wohnen bei uns und werden bekocht, wir räumen ganze Wohnzimmer um und haben für diese KLP-Wochen kein eigenes Leben. Dafür kommen jeden Tag neue interessante Gäste mit großen Erwartungen. Für zwei Stunden hat man dann das Gefühl, die Musiker in diesem Raum, singen und spielen nur für mich. Noch nie hat mich handgemachte Musik so berührt, wie in unseren Wohnzimmern. Und dafür lohnt sich jede Mühe und Arbeit.

Sigrid Thürey vom Wunderpunkt Quickborn

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Was bedeutet mir die Kulturelle Landpartie?

Vor allem ist die Landpartie für mich - und ich denke, das werden fast alle Beteiligten , als auch unsere Gäste unterschreiben - ein Schmelztiegel an Kreativität und Fantasie, Buntheit und Vielfalt, Leben und Freude. Ich schätze die Entwicklung in ihrer Bandbreite, dass es kleine Punkte mit Nonprofit-Ambitionen gibt, als auch die Großen, die von manchen als zu kommerziell angesehen werden. Aber in meinen Augen ist dies genau die Vielfalt, die den Charakter dieser Veranstaltung ausmacht.

Wieviel Besucher verträgt die Kulturelle Landpartie? Darüber wird im Plenum seit Jahrzehnten diskutiert. Ich glaube, selbst wenn diese die Masse der Ausstellungspunkte stagnieren oder gar schrumpfen würde, die Einzigartigkeit der KLP wirkt wie ein Magnet.

Manchmal wünsche ich mir mehr Identifikation einzelner Aussteller oder Veranstalter mit unseren Inhalten und Strukturen. Dass nicht alle und immer zum Plenum kommen (können) ist nachvollziehbar. Aber einen öfteren Wechsel in den einzelnen Arbeitsgruppen und mehr Anteilnahme finde ich wünschenswert.

Ich freue mich jedes Jahr auf die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Auf Freunde und Bekannte, die ich vielleicht nur einmal im Jahr zu sehen bekomme. Und auf neue Gesichter, neue Kontakte, die für mich keine Besucher, sondern Gäste sind. Und natürlich auf die Gespräche mit Ihnen, die bei den Dorfführungen über den ‚Dorfpunkt Diahren‘ entstehen. Und wenn ich am Pfingstmontag um 18 Uhr mein Scheunentor schließe und das Gefühl habe – schade, könnte noch ein paar Tage so weitergehen, dann bin ich im nächsten Jahr wieder dabei!

Per Stüven vom Dorfpunkt in Diahren

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Mein liebstes Motto: Fantasie an die Macht!

Ich liebe das Landleben. Obwohl ich auf einem wunderschönen Hof fernab der Metropolen lebte, entschloss ich mich im letzten Jahr dort wegzuziehen. Bis dahin gestaltete ich soziokulturelle Projekte, bei denen es um kreative Beispiele für vielfältiges und selbstbestimmtes Leben auf dem Land ging. Die Projekte wurden viel gelobt, konnten sich aber nicht selber finanzieren. So suchte ich nach einer neuen Perspektive und zog ins Wendland.

Nicht nur die Störche auf den Dächern klapperten mir den Willkommensgruß zu, „Herzlich willkommen!“ war der häufigste Satz, den ich zu hören bekam. Überall traf ich auf hilfsbereite und couragierte Menschen. Diese bunte Mischung, zwischen Bauern und Künstler, Handwerker und Designer, Jung und Alt, fand ich vom ersten Moment an faszinierend. Mir ist es eine große Freude, nicht nur jetzt im Rundlingsdorf in Beesem zu leben, sondern auch dort kulturell aktiv zu werden. Ich besinge DIE WENDLÄNDISCHEN VIER, die anders als die Bremer Stadtmusikanten ihr Glück nicht in der Stadt, sondern zuhause im Wendland suchen: Eine Ziege, ein Biber, eine Fledermaus und eine Störchin schmieden den Plan für eine neue Konferenz der Tiere. Schließlich liegt die alte, von Erich Kästner geschrieben, bald 70zig Jahre zurück. „Fantasie an die Macht!“ ist also das Motto der WENDLÄNDISCHEN KONFERENZ DER TIERE, für welches es kein besseres Forum als die Kulturelle Landpartie geben kann.

Majanne Behrens vom Wunderpunkt Beesem 6

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Komm schöne Zeit

Zeit der Begegnung, der Freude, Zeit für Kunst und Kultur, ein Fest der Sinne, für Augen, Ohren,
Mund, Nase, Hände, Füsse, Bauch. Gefühl und Verstand, Anregung allenthalben, Impulse, Ideen,
Zeit für Freunde und Unbekannte

Gedankenaustausch, Liebeslieder, Gedichte gegen den Hass, Neugierde, Herzensangelegenheiten, Licht in der Seele für graue Tage, Zusammenrücken um die Feuerstelle wenn der Wettergott die A-karte zeigt, Wind von vorne sind wir gewöhnt

denn Gorleben steht noch, Trutzburg Atommüll steht da in seinem atomaren Glanz und strahlt und strahlt.
Hallo, Widerstand muss jetzt sein, weiterhin. Stellen wir uns X

Kunst und Kultur, wir öffnen die Türen.
Wir zeigen was wir können, wie wir umgehen mit unserer Welt.
Kulturelle Landpartie wir sind anders und, un-perfekt, mit jeder Menge Improvisationstalent,
wir sind respektlos wenn es sein muss, experimentierfreudig, humorvoll, diskussionserprobt, hartnäckig,
sind wie ein Sack voller Flöhe schwer zu bremsen, bunt, wild, idealistisch, feinfühlig und hilfsbereit,
wir bringen das Wendland zum Beben, Tanzen, Genießen, für Mitmenschlichkeit und die Umwelt kämpfen,
zum Nachdenken, Feiern, Menschen verbinden.

Schimpft uns nur Weltverbesserer, grüne Spinner, Traumtänzer, Nischenbewohner, wer wenn nicht wir haben das Wendland in seiner Besonderheit und Schönheit zur Möglichkeit bekommen, so zu leben wie wir's tun, achtsam und bewußt und nachhaltig. Für nachfolgende Generationen, damit uns hier noch was blühen kann.

Monika Fischer, Wunderpunkt Gross Wittfeitzen 8

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Landpartie ist wendische Kultur — aus der Widerstandsbewegung entsprungen

und dort auch noch verwurzelt - was außerhalb dessen ist, ist Begleiterscheinung.
Für mich persönlich bedeutet die KLP, dass ich mein Anliegen der Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Hoforganismus, Umgang mit unserer Mitwelt und daraus resultierend: Lebensmittelqualität durch die Landpartie in dieser Zeit ausgesprochen gut umsetzen kann.

Leider schaffe ich es bisher kaum, den Gorleben Widerstand in Gesprächen zu thematisieren, da ich als Hauptverantwortlicher neben meinen über 7 KLP-Jobs ( Organisation, Frühstück richten, Essen und Kaffee kochen, Gästebetreuung, Putzen, Mitarbeiterführung, Hofführungen, Grillen und Getränkeverkauf, Springer, nebenbei auch: KleinBauer...) nicht  mehr viel schaffe.... dazu bräuchte ich eigentlich ein zusätzliches "Format"!
- bis bald in der Zukunftswerkstatt

Georg Hohenbild vom Wunderpunkt Breese im Bruche

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